Lerne die zwei häufigsten Fischarten der Emme kennen.
Die Emme
Die Emme hat unsere Landschaft gestaltet und ihr den Namen gegeben. Die Namensgebung leitete sich ursprünglich von ambis (starke Strömung) ab, führte über das gallische Wort «ammia» (Fluss) und verschmolz zum heute gebräuchlichen «Ämme». Der Fluss entspringt auf 1650 m ü. M. im Hogantgebiet im Berner Oberland, touchiert den Kanton Luzern und fliesst nach 82 Kilometern bei Luterbach im Kanton Solothurn in die Aare.
Hauptzuflüsse der Emme
Die Emme dient ...
...als Wasserspender für Trinkwasser
Das Grundwasser der Emme dient vielen Städten im Emmental und einem Grossteil der Stadt Bern als Trinkwasser. Das Oberflächenwasser ist wichtig für die Bewässerungen von land- und forstwirtschaftlichen Kulturen.
...als Baustofflieferant
Bruch- und «Bsetzi”-steine, Kies und Geröll. Zum Beispiel als Strassenbelag in der Altstadt von Burgdorf.
...als Transportweg
Aufgrund der schlechten Strassen wurden früher schwere Güter während den Frühlingshochwassern transportiert. Nebst Bau- und Brennholz wurden auch Lebensmittel und Vieh auf Flössen flussabwärts transportiert.
...als Goldquelle
In der Emme wurde früher sogar gewerbsmässig Goldwäscherei betrieben, insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert. Heute ist das im privaten Rahmen wieder möglich.
... als Energielieferant durch Wasserkraft
Unzählige Wasserräder in Gewerbekanälen treiben/trieben Mühlen, Sägen und Industriebetriebe an. Erst 1998 wurde das erste Kleinkraftwerke in der Emme gebaut.
...als Naherholungsgebiet
für Menschen.
...als Lebensraum
für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten.
Fischregion
Die aus ökologischer Sicht häufigste vorkommende Fischart nennt man «Leitfisch». Für die Emme ist dies die Bachforelle. Sie mag Holz-/ Totholzstrukturen, Felsgestein, Geröll und Grobkies. Die Wassertemperatur sollte ganzjährig unter 20°C bleiben und eine hohe Sauerstoffkonzentration aufweisen.
Hast du dich auch schon gefragt?
Das ist ein altertümlicher Ausdruck für das «(Her-)Anschiessende» und bedeutet den plötzlichen Anstieg von voralpinen Gewässern (wie z.B. der Emme oder Lütschine). Eine solche Flutwelle besteht aus Schwemmholz und Geröll, dementsprechend zerstörerische Kräfte weist sie auf. Sie wird gebildet nach starkem Gewitterregen oder bei akuter Schneeschmelze im Einzugsgebiet.
Das Wasser fliesst über drei verschiedene Wege in die Aare. Der Hauptteil des Wassers fliesst via Emme in die Aare. Durch zwei künstliche Abflüsse wird dem Emmental jedoch Oberflächenwasser entzogen und anderen Aareabschnitten zugeführt: Einerseits bei Enggistein mittels eines Überleitungskanals aus dem Biglenbach in die Worblen; danach wird es bei Worblaufen in die Aare geleitet. Andererseits via Gewerbekanal Burgdorf/Mülibach und durch den Gewerbekanal Kirchberg (Grüttbachkanal) in den Oberholzbach, in den Grüttbach und über den Luterbach Dorfbach in die Aare.
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Im nächsten Posten 3 geht es um die Fischarten, die in der Emme leben.